OSHA-Normen: Ein Leitfaden zur Einhaltung von Richtlinien zu Gesundheits- und Sicherheitsfragen in den USA

Aufbau einer dauerhaften Sicherheitskultur durch mobile Sicherheitsverfahren und Berichterstattung in Echtzeit

Published 11 Aug 2022

Was sind die OSHA-Standards?

OSHA-Normen sind Richtlinien und Anforderungen, die von der Occupational Safety and Health Administration (OSHA) durchgesetzt werden, um Gesundheits- und Sicherheitsrisiken an Arbeitsplätzen in den USA zu minimieren. Sie verpflichten Unternehmen dazu, sichere und der Gesundheit zuträgliche Arbeitsbedingungen aufrechtzuerhalten. Sowie ihren Mitarbeitern eine angemessene Ausbildung und Ausrüstung (PSA) zukommen zu lassen, bevor sie damit beginnen ihre Arbeit zu verrichten. OSHA-Normen sind auch als OSHA-Standards oder OSHA-Richtlinien bekannt, da sie in Abschnitt 1910 Titel 29 des U.S. Code of Federal Regulations (CFR) festgelegt sind.

Geschichte der OSHA

In den 1960er Jahren erlebten die Vereinigten Staaten einen drastischen Anstieg der arbeitsbedingten Verletzungen und Erkrankungen, mit bis zu 14.000 Toten durch Arbeitsunfälle in den schlimmsten Jahren. US-Senator Harrison A. Williams Jr. und der Sprecher des Repräsentantenhauses William A. Steiger drängten deshalb auf sofortige Maßnahmen zur Eindämmung der alarmierenden Situation.

„Die Erkenntnis, dass sich die Situation bei den Arbeitsunfällen eher verschlechtert als verbessert, unterstreicht die Notwendigkeit, jetzt zu handeln“. – US-Senator Harrison A. Williams Jr.

Am 29. Dezember 1970 unterzeichnete der damalige US-Präsident Richard Nixon den Occupational Safety and Health Act of 1970. Aus diesem gingen in weiterer Folge drei verschiedene Behörden hervor, die sich jeweils mit einem anderen Aspekt der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz befassten. Diese waren:

OSHA

Die OSHA wurde offiziell am 28. April 1971 gegründet. Sie war die erste landesweite Regulierungsbehörde in den Vereinigten Staaten, die mit der Festlegung und Durchsetzung von Sicherheitsstandards am Arbeitsplatz beauftragt wurde. Dies sollte den Beschäftigten in der Privatwirtschaft als auch der Regierung gleichzeitig von Nutzen sein.

NIOSH

Das National Institute for Occupational Safety and Health (Nationales Institut für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz) hat die Aufgabe, Forschung zur Förderung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz zu betreiben. Das NIOSH arbeitet eng mit der OSHA zusammen, um dieser Informationen bereitzustellen, welche in weiterer Folge in neue OSHA-Richtlinien Verwendung finden.

OSHRC

Die Occupational Safety and Health Review Commission (OSHRC) für die Schlichtung von Fällen zuständig, in denen ein Arbeitgeber mit OSHA-Bestimmungen in Konflikt gerät und sich Beschwerden von Arbeitnehmern gegenüber sieht.

Einen Monat, nachdem die OSHA ihr Amt angetreten hatte, veröffentlichte sie ihre ersten Normen für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz. Darunter Richtlinien zum Schutz der Arbeitnehmer vor übermäßigem Lärm, Baumwollstaub und Asbest sowie Grenzwerte für mehr als 400 toxische Stoffe.

Expansion in den 1980er Jahren

Nachdem sich die OSHA zunächst auf die üblichen Gefahren für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz konzentriert hatte, begann sie in den 1980er Jahren, einen ganzheitlicheren Ansatz zu verfolgen. Dazu startete sie Bildungs-, Schulungs- und Beratungsprogramme außerhalb der Standardtrainings. Darüber hinaus fügte die OSHA in diesem Zeitraum ihrer wachsenden Liste von Initiativen die folgenden hinzu:

  • Beginn der Verpflichtung der Arbeitgeber, den Arbeitnehmern Zugang zu den medizinischen Unterlagen und Daten im Unternehmen zu gewähren, um Transparenz zu schaffen.
  • Drängen auf eine bessere Gefahrenkommunikation zwischen OSHA, privaten Arbeitgebern und ihren Mitarbeitern.
  • Aktualisierung von Sicherheits- und Handhabungsprotokolle für die Arbeit mit Asbest, Ethylenoxid, Formaldehyd und Benzol;
  • Veröffentlichung offizieller Brandschutz- und elektrischer Sicherheitsprotokolle.
  • Veröffentlichung offizieller Feldhygieneprotokolle in der Landwirtschaft.
  • Veröffentlichung offizieller Sicherheitsprotokolle für den Umgang mit gefährlichen Abfällen sowie Notfalleinsatzprotokolle.
  • Verbesserung des „Inspektion-Zielsystems“, um sich auf die gefährlichsten Unternehmen in den gefährlichsten Branchen zu konzentrieren.
  • Verbreiterung des Angebots von kostenlosen OSHA-Beratungen.

Kontinuierliche Verbesserungen in den 1990er Jahren

In den 1990er Jahren suchte die OSHA nach Wegen, um ihren Auftrag zur Gewährleistung der Sicherheit der Arbeitnehmer noch besser erfüllen zu können. Zu diesem Zweck rief sie eine Vielzahl von Programmen und Initiativen ins Leben. Zu diesen gehörten beispielsweise:

  • Verbesserung grundlegender Richtlinien für das Sicherheitsmanagement am Arbeitsplatz, die Absturzsicherung im Baugewerbe und die elektrische Sicherheit.
  • Eine neue Norm für durch Blut übertragbare Krankheitserreger, um biologischen Gefahren zu begegnen.
  • Verbesserte PSA- und Atemschutznormen.
  • Grenzwerte für die Bleiexposition im Baugewerbe.
  • Aktualisierte Labor-Sicherheitsstandards für Mitarbeiter, die mit giftigen Chemikalien arbeiten.
  • Leitlinien zur Verhütung von Gewalt am Arbeitsplatz.
  • Sammeln der Daten von Arbeitgebern in Hochrisikobranchen, um die Standorte mit hohen Verletzungs- und Krankheitsraten zu ermitteln und in den Fokus zu rücken.
  • Start des Site-Specific Targeting Program, das die Inspektionen auf die Arbeitsplätze mit den schlechtesten Sicherheits- und Gesundheitsdaten konzentrierte. Eine Initiative, die zu einem erheblichen Rückgang der Verletzungs- und Erkrankungsraten am Arbeitsplatz führte.
  • ERstellung der OSHA-Website.

2000 bis heute

Die OSHA hatte sich zwischenzeitlich auch außerhalb der Vereinigten Staaten als eine der führenden Behörden auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit etabliert. Nun nahm sie weitere wichtige Verbesserungen vor, um ihre Bemühungen voranzutreiben. Unter anderem durch die Stärkung ihrer Online-Präsenz. Es wurde(n):

  • Die OSHA-Website um eine Seite erweitert, die besorgten Arbeitnehmern die Möglichkeit bot, Beschwerden online einzureichen.
  • Der Inhalt der Website umfassender gestaltet, um sowohl Arbeitgebern als auch Arbeitnehmern relevante Sicherheitsinformationen zu bieten.
  • Gemeinsam mit Kollegen in der Europäischen Union eine neue Website eingerichtet, die sich mit Fragen der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz in Ländern außerhalb der USA befasste.
  • Mehr Spezialisten für die Unterstützung bei der Einhaltung von Vorschriften eingestellt, die auf Anfrage Sicherheitsschulungen und Seminare anboten.
  • Die Arbeit an einer Ergonomie-Norm für die allgemeine Industrie abgeschlossen und veröffentlicht.
  • Eine Stahlbaunorm zur Verbesserung der Sicherheit von Bauarbeitern veröffentlicht.
  • Der nationale Notfallplan der OSHA ins Leben gerufen.
  • Kran- und Derricknormen für den Einsatz in Logistik und Bauwesen aktualisiert.
  • Baunormen für die Stromerzeugung, -übertragung und -verteilung aktualisiert.
  • Gefahrenkommunikationsnormen zur Angleichung an das global harmonisierte System der UNO zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien der UN aktualisiert.

OSHA-Sicherheitsstandards

Bei einer OSHA-Sicherheitsnorm handelt es sich um eine Liste von Material- und Ausrüstungsanforderungen sowie um Richtlinien und Anweisungen für Arbeitgeber zur Minimierung des Risikos für die Mitarbeiter bei der Ausführung der Arbeit. Die Einhaltung der OSHA-Normen schützt die Arbeitnehmer vor tödlichen Gefahren und Gesundheitsrisiken. Sie ist in die folgenden vier Hauptbranchen unterteilt:

OSHA-Richtlinien und -Standards: Allgemeine Industrie

In diesem Abschnitt werden die allgemeinen Anforderungen der OSHA an die Sicherheit und den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz beschrieben. Diese richten sich an Unternehmen, die nicht zur Landwirtschaft, dem Baugewerbe oder der Schifffahrt gehören:

  • Der Arbeitgeber muss jedem Arbeitnehmer bei Bedarf die geeignete persönliche Schutzausrüstung (PSA) zur Verfügung stellen. Dazu gehören Atemschutzmasken, Schutzbrillen, Gesichtsschutz, Ohrstöpsel, Schutzhandschuhe, schwer entflammbare Kleidung usw. Werden keine geeigneten PSA zur Verfügung gestellt, verstößt der Arbeitgeber damit für jeden Mitarbeiter einzeln gegen die OSHA-Normen.
  • Der Arbeitgeber muss den Arbeitnehmern eine angemessene Sicherheitsschulung anbieten – entweder intern oder durch Dritte – um sie auf die Gefahren, denen sie bei der Arbeit begegnen können, angemessen vorzubereiten. Werden keine angemessenen Sicherheitsschulungen durchgeführt, verstößt der Arbeitgeber damit für jeden Mitarbeiter einzeln gegen die OSHA-Normen.
  • Die Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass alle Arbeitsbereiche, einschließlich der Böden, Lagerräume und Laufflächen, sauber, ordentlich und hygienisch gehalten werden.
  • Der Arbeitgeber muss dafür sorgen, dass alle Geh- und Arbeitsflächen stark genug sind, um das Gewicht der Arbeitnehmer, der Ausrüstung und der Maschinen in dem Bereich zu tragen.
  • Die Arbeitgeber müssen dafür sorgen, dass die Arbeitsflächen frei von Gefahren sind. Z. B. von scharfen / vorspringenden Gegenständen, losen Dielen, auslaufenden Chemikalien, verschütteten Flüssigkeiten, Schnee und Eis.
  • Die Arbeitgeber müssen dafür sorgen, dass die Arbeitnehmer Zugang zu sicheren Ein- und Ausgängen zu und von den Arbeitsbereichen haben.
  • Der Arbeitgeber muss dafür sorgen, dass die Laufflächen regelmäßig und bei Bedarf inspiziert und gewartet werden, um sichere Bedingungen zu gewährleisten.
  • Der Arbeitgeber muss dafür sorgen, dass gefährliche Geh- und Arbeitsbereiche beseitigt oder instandgesetzt werden, bevor die Arbeitnehmer diese Bereiche wieder betreten müssen. Wenn eine Korrektur oder Reparatur nicht sofort möglich ist, muss der Zugang gesperrt werden, bis die erforderlichen Abhilfemaßnahmen getroffen wurden.
  • Der Arbeitgeber muss tragbare Feuerlöscher zur Verfügung stellen und sicherstellen, dass sie für die Beschäftigten leicht zugänglich sind.
  • Der Arbeitgeber ist für die Inspektion, Wartung und Prüfung von tragbaren Feuerlöschern verantwortlich

Allgemeine Sicherheitschecklisten können den Sicherheitsbeauftragten bei der Durchführung von Betriebsbegehungen helfen, um potenzielle Risiken zu erkennen. Um die Sicherheit an Ihrem Arbeitsplatz zu verbessern, stellen wir Ihnen an dieser Stelle die Checklisten für die OSHA-Normen der allgemeinen Industrie zur Verfügung.

OSHA-Normen: Ein Leitfaden zur Einhaltung von Richtlinien zu Gesundheits- und Sicherheitsfragen in den USA.

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OSHA-Richtlinien und -Standards: Bauwesen

In diesem Abschnitt werden einige der wichtigsten OSHA-Richtlinien in Bezug auf die Sicherheit und den Gesundheitsschutz von Beschäftigten im Baugewerbe erläutert:

  • Der Arbeitgeber muss dafür sorgen, dass die Mitarbeiter ausreichend geschult und erfahren sind, um Geräte und Maschinen zu bedienen.
  • Der Arbeitgeber muss dafür sorgen, dass Erste-Hilfe-Leistungen und medizinische Versorgung für alle Arbeitnehmer zur Verfügung stehen.
  • Der Arbeitgeber muss den Arbeitnehmern bei allen Tätigkeiten, bei denen gefährliche Bedingungen herrschen, eine geeignete persönliche Schutzausrüstung (PSA) zur Verfügung stellen. Sowie sie außerdem dazu verpflichten, diese auch zu tragen.
  • Während der Bauarbeiten müssen die Arbeitgeber dafür sorgen, dass gefährliche Abfälle wie Holzreste oder hervorstehende Nägel aus den Arbeitsbereichen entfernt werden.
  • Der Arbeitgeber muss dafür sorgen, dass in den Gehbereichen, in denen gearbeitet wird, eine angemessene natürliche oder künstliche Beleuchtung vorhanden ist.
  • Bei gesundheitsschädlichen Lärmpegeln müssen die Arbeitgeber geeignete technischen Schutzmaßnahmen ergreifen. Gelingt dies nicht, muss der Arbeitgeber sicherstellen, dass die Arbeitnehmer Zugang zu PSA haben, die sie vor übermäßiger Lärmbelastung und schädlichen Schallpegeln schützen.
  • Arbeitgeber müssen Arbeitnehmern, die in einer Höhe von sechs Fuß oder mehr arbeiten, Absturzsicherungen wie Geländer, Sicherheitsnetze und Sicherheitsgurte zur Verfügung stellen.
  • Die Arbeitgeber sind für die Entwicklung und konsequente Umsetzung eines wirksamen Brandschutz- und Präventionsprogramms für die gesamte Dauer der Bau-, Reparatur-, Umbau- und/oder Abbrucharbeiten verantwortlich.
  • Der Arbeitgeber muss sicherstellen, dass alle am Arbeitsplatz verwendeten elektrischen Geräte sicher und frei von Gefahrenquellen sind, die zu Verletzungen oder zum Tod führen können.
  • Der Arbeitgeber muss sicherstellen, dass Druckbehälter und Kessel über eine aktuelle und gültige Bescheinigung einer Versicherungsgesellschaft oder Aufsichtsbehörde verfügen. Dieser dient als Nachweis für die sichere Installation, Inspektion und Prüfung.

OSHA-Checklisten für das Baugewerbe helfen Bauunternehmen dabei, die Sicherheit auf der Baustelle für alle Beteiligten sicherzustellen. Stöbern Sie deshalb gerne in unseren kostenlosen Vorlagen für Checklisten zu OSHA-Normen für das Baugewerbe.

OSHA-Richtlinien und -Standards: Schifffahrt

In diesem Abschnitt werden einige der wichtigsten OSHA-Richtlinien in Bezug auf die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäftigten in der maritimen Industrie erläutert:

  • Der Arbeitgeber muss sicherstellen, dass die Umgebungsluft fortlaufend auf Sauerstoffgehalt, Entflammbarkeit und Toxizität geprüft wird. Und zwar in dieser Reihenfolge.
  • Der Arbeitgeber muss sicherstellen, dass die folgenden Räume von einer qualifizierten Person inspiziert und getestet werden, um den Sauerstoffgehalt der Luft zu bestimmen, bevor den Arbeitnehmern der Zutritt gestattet wird:
    – Abgedichtete Räume, einschließlich – aber nicht beschränkt auf – Räume, die beschichtet wurden. Sowie nicht belüftete Räume, die frisch gestrichen wurden.
    – Räume, die brennbare Flüssigkeiten und/oder Gase enthalten oder enthalten haben.
    – Räume, die korrosive Flüssigkeiten, Gase oder Feststoffe enthalten oder enthalten haben.
    – Räume, die ausgeräuchert wurden.
    – Räume, die Materialien oder Elemente enthalten, die den Sauerstoffgehalt der Atemluft reduzieren.
  • Die Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass alle Räume, die als sauerstoffarm oder sauerstoffangereichert eingestuft werden, mit dem Hinweis „Nicht sicher für Arbeitnehmer“ gekennzeichnet sind.
  • Der Arbeitgeber muss sicherstellen, dass der Sauerstoffgehalt in allen Räumen und Flächen zwischen 19,5 und 22,0 Prozent liegt. Alle Räume und Flächen, deren Sauerstoffgehalt außerhalb des zulässigen Bereichs liegt, sind mit dem Hinweis „Nicht sicher für Arbeitnehmer“ zu kennzeichnen.
  • Die Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass alle Mitarbeiter sowie alle Personen, die enge Räume und andere gefährliche Atmosphären betreten, entsprechend geschult sind, um den Raum in solchen Fällen sicher zu verlassen:
    – Eine autorisierte Person ordnet eine Evakuierung an.
    – Ein Evakuierungssignal oder ein Alarm wird ausgelöst.
    – Die Person stellt fest, dass sie in Gefahr ist.
  • Der Arbeitgeber muss ein Werft-Rettungsteam einrichten oder ein externes Rettungsteam beauftragen, das in der Lage ist, schnell auf Notfallsituationen zu reagieren.
    – Sollte ein Arbeitgeber ein eigenes Werft-Rettungsteam einrichten, muss jeder dem Team zugewiesene Mitarbeiter eine angemessene Ausbildung erhalten, um seine Aufgaben wahrnehmen zu können. Dazu gehört auch das Betreten von geschlossenen Räumen und anderen Bereichen mit gefährlicher Atmosphäre.
    – Die Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass die Werft-Rettungsteams ihre Fähigkeiten alle 12 Monate in Übungen auffrischen. Dabei müssen sie Geräte und Einrichtungen verwenden, die eine echte Notfallsituation realistisch simulieren.
  • Falls eine, an einem Behälter vorgenommene Änderung, die Bedingungen in einem geschlossenen Raum verändert und mögliche Gefahren mit sich bringen könnte, muss die Arbeit in dem betroffenen Raum eingestellt werden. Sie kann in weiterer Folge erst wieder aufgenommen werden, wenn der sichere Zustand wiederhergestellt und durch eine ordnungsgemäße Inspektion und Prüfung bestätigt wurde.

OSHA-Checklisten für die Schifffahrt helfen Arbeitgebern, die Sicherheit ihrer Mitarbeiter auf See zu gewährleisten. Die folgenden Checklisten der OSHA-Normen für die maritime Industrie können gewährleisten ein gesundes Arbeitsumfeld für Ihre Mitarbeiter.

OSHA-Richtlinien und -Standards: Landwirtschaft

In diesem Abschnitt werden einige der wichtigsten OSHA-Richtlinien in Bezug auf die Sicherheit und den Gesundheitsschutz von Beschäftigten in der Landwirtschaft erläutert:

  • Der Arbeitgeber muss dafür sorgen, dass jede Zugmaschine, die von den Arbeitnehmern für ihre Arbeit benutzt wird, mit einem funktionierenden Sicherheitsgurt ausgestattet ist. Dieser muss des Weiteren so fest angezogen sein, dass der Arbeitnehmer im sicheren Bereich des Fahrerplatzes eingeschlossen ist.
  • Der Arbeitgeber muss sicherstellen, dass Batterien, Kraftstofftanks, Ölbehälter und Kühlmittel in einem Bereich untergebracht und versiegelt werden, in dem die Mitarbeiter vor einem möglichen Auslaufen geschützt sind.
  • Der Arbeitgeber muss sich vergewissern, dass die Schutzrahmen, der von den Arbeitnehmern benutzten Zugmaschinen auf Rädern, den üblichen Labor- und Feldversuchen unterzogen wurden. Sowie diese natürlich bestanden haben, um ihre Eignung zur Vermeidung von Verletzungen durch unbeabsichtigtes Umkippen zu bescheinigen.
  • Die Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass die mit der Bedienung von Maschinen betrauten Arbeitnehmer angemessen in der sicheren Bedienung und Wartung von landwirtschaftlichen Geräten geschult werden. Einschließlich der im Folgenden aufgeführten Mindestpraktiken für die Sicherheit:
    – Belassen Sie alle Schutzvorrichtungen während des Betriebs der Maschine in ihrer vorgesehenen Position.
    – Außer dem Bediener und dem notwendigen Personal dürfen sich keine weiteren Personen auf dem Gerät aufhalten.
    – Stellen Sie den Motor ab, trennen Sie ihn von der Stromquelle und vergewissern Sie sich, dass die Maschine vollständig zum Stillstand gekommen ist, bevor Sie Reparaturen oder Reinigungsarbeiten durchführen. Es sei denn, die Maschine muss laufen, um ordnungsgemäß gewartet zu werden.
  • Die Arbeitgeber müssen den Arbeitnehmern, die im Freien arbeiten, kostenlos sauberes Trinkwasser zur Verfügung stellen: Das Wasser muss dabei kühl genug sein. Sowie unter Berücksichtigung der Lufttemperatur und -feuchtigkeit und der Art ihrer Arbeit den Bedürfnissen aller Mitarbeiter gerecht werden.

Die OSHA-Inspektionen in der Landwirtschaft sollen Produktionsbetriebe und lebensmittelverarbeitende Unternehmen darauf vorbereiten, ihre derzeitigen Verfahren an die besten Praktiken und Standards anzupassen. Gehen Sie diese OSHA-Checklisten für die Landwirtschaft durch, um sicherzustellen, dass die Sicherheitsprotokolle zur Vermeidung von Gefahren an Ihrer Betriebsstätte eingehalten werden.

Warum die OSHA-Richtlinien einhalten?

Die OSHA legt Normen fest und setzt sie durch, um sichere und gesunde Arbeitsbedingungen für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen zu gewährleisten. Die Einhaltung der OSHA-Standards geht über die bloße Einhaltung von Vorschriften hinaus. Sie schützt vor Sicherheitsgefahren und Gesundheitsrisiken bei der Arbeit. Hier finden Sie die 5 wichtigsten Vorteile der Einhaltung der OSHA-Anforderungen:

1. Entwicklung einer wirksamen Gesundheits- und Sicherheitsstrategie

OSHA - Wirksame Gesundheits- und Sicherheitspolitik

Die Unternehmensleitung sollte eine Gesundheits- und Sicherheitspolitik mit klaren Zielen erstellen, welche die grundlegende Philosophie des Unternehmens widerspiegelt. Nennen Sie in dieser die allgemeinen Verantwortlichkeiten aller Mitarbeiter. Wie beispielsweise, dass die persönliche Sicherheit nicht der Zweckmäßigkeit geopfert werden darf. Sobald der amtierende CEO die Gesundheits- und Sicherheitspolitik unterzeichnet hat, sollte sie jedem Mitarbeiter mitgeteilt und ohne Ausnahmen umgesetzt werden. Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsmanager sollten diese Richtlinien aktualisieren, wenn sich die geltenden OSHA-Normen ändern. Sowie sie mit aus früheren Vorfällen gewonnenen Erkenntnissen, neuen Erkenntnissen aus kürzlich durchgeführten Schulungen und effizienteren SOPs kombinieren.

2. Proaktives Reagieren der Mitarbeiter an vorderster Front ermöglichen

OSHA - Mitarbeiter an vorderster Front zu proaktivem Handeln befähigen

Die OSHA-Normen lassen sich leicht einhalten, wenn Unternehmen ihre Mitarbeiter in die Lage versetzen, Gesundheits- und Sicherheitsrisiken von vornherein eigenverantwortlich zu minimieren. Vor Beginn der Arbeit sollten die Bauleiter regelmäßig einen OSHA-Toolbox-Talk für die Mitarbeiter durchführen, um sie über die Gefahren am Arbeitsplatz, bewährte Praktiken und Präventivmaßnahmen zu informieren. Bzw. an diese zu erinnern.

HSE-Manager sollten eine Echtzeit-Berichterstattung über Zwischenfälle mit Hilfe mobiler OSHA-300-Formulare einführen. Mit einem solchen können Frühindikatoren für eine sichere Arbeitsweise ermittelt werden. Die Schaffung eines anpassungsfähigen Arbeitsumfelds ermöglicht es den Mitarbeitern, mehr Verantwortung für die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz für sich selbst und ihre Kollegen zu übernehmen.

3. Nutzung kosteneffizienter digitaler Tools

OSHA - Maximale Nutzung kosteneffizienter digitaler Tools

Eine ordnungsgemäße Dokumentation von Gesundheits- und Sicherheitsprogrammen ist entscheidend für den Nachweis der Einhaltung der OSHA-Normen. Gefährdungsbeurteilungen, Sicherheitsinspektionen und Berichte über Vorfälle in Papierform können zeitaufwändig und mühsam in der Anwendung und Verwaltung sein. Um die OSHA-Normen problemlos einzuhalten, sollten HSE-Manager und Mitarbeiter an vorderster Front die Vorteile der weltweit leistungsfähigsten Software für Sicherheitsinspektionen nutzen: iAuditor von SafetyCulture.

Mit iAuditor können Sie Fotobeweise sammeln, Korrekturmaßnahmen zuweisen, automatisch Berichte erstellen und weitergeben. Außerdem können Sie Daten in der Cloud speichern, sichern und die Leistung mit Echtzeitanalysen verfolgen. Die Bereitstellung eines zentralisierten Managementsystems für Arbeits- und Gesundheitsschutz, schafft nicht nur eine nachhaltige Sicherheitskultur, sondern gibt darüber hinaus auch Einblick in die täglichen Geschäftsabläufe.

4. Siege feiern, um die Motivation zu steigern

OSHA - Siege feiern, um die Motivation zu steigern

HSE-Manager sollten Leistungen von Mitarbeitern für den Arbeitsschutz anerkennen, um sicheres Verhalten am Arbeitsplatz zu fördern. Ermöglichen Sie gegenseitige Beobachtungen, geben Sie informelles Feedback und führen Sie Nachbesprechungen durch. Konsequente Vermeidung von Gefahren, unverzügliche Meldung von Zwischenfällen, proaktive Reaktionen auf Sicherheitsfragen und angemessene Lösungen für wiederkehrende Probleme sollten ebenfalls belohnt werden.

5. Bleiben Sie auf dem Laufenden, indem Sie regelmäßig die OSHA-Website besuchen

Bleiben Sie auf dem Laufenden, indem Sie regelmäßig die OSHA-Website besuchen

Die Einhaltung der OSHA-Normen setzt voraus, dass sich das Unternehmen, die Geschäftsleitung und alle Mitarbeiter verpflichten, Gesundheit und Sicherheit in den Vordergrund zu stellen. Besuchen Sie die FAQs der OSHA, um sich über Veröffentlichungen und Überarbeitungen von Richtlinien auf dem Laufenden zu halten. Z. B. über die endgültige Regelung zur besseren Erfassung von Verletzungen und Erkrankungen am Arbeitsplatz, neue Schulungsanforderungen und Zeitpläne für die Prüfung der Einhaltung von Vorschriften.

OSHA-Funktionen

Die OSHA, die in erster Linie als nationale Behörde für die Sicherheit am Arbeitsplatz gilt, übernimmt darüber hinaus noch weitere Funktionen, die zur Erfüllung ihres Auftrags beitragen: Eine sichere Arbeitsumgebung für alle Arbeitnehmer. Hierzu gehören die Durchsetzung der Sicherheit und die Funktion als Sicherheitsberater:

1. Sicherheitskontrolleur

Die wichtigste Aufgabe der OSHA besteht darin, dafür zu sorgen, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer in den gesamten Vereinigten Staaten ihre Sicherheitsstandards einhalten. Die Nichteinhaltung der OSHA-Normen kann zu saftigen Geldstrafen, rechtlichen Konsequenzen und einem schlechten Ruf führen.

Die Beauftragten für Sicherheit und Gesundheitsschutz der OSHA besuchen Arbeitsplätze und führen vor Ort Inspektionen durch, um Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf mögliche Sicherheitsrisiken hinzuweisen. Nach der Begehung beraten sie die Arbeitgeber außerdem über die möglichen Maßnahmen, um die festgestellten Risiken zu mindern. Einschließlich des eingeräumten Zeitrahmens für die Beseitigung der festgestellten Gefahren.

2. Sicherheitsberater

Die OSHA bietet Arbeitgebern auf Anfrage kostenlose Sicherheitsberatungen an. Im Rahmen dieser Funktion führt ein OSHA-Berater gemeinsam mit dem Arbeitgeber eine Begehung durch, um Gefahren am Arbeitsplatz zu ermitteln, hilfreiche Vorschläge zur Beseitigung von Sicherheitsproblemen zu unterbreiten und den Arbeitgeber bei der Entwicklung und Aufrechterhaltung eines wirksamen Sicherheits- und Gesundheitsprogramms zu unterstützen. Darüber hinaus können die OSHA-Berater auch Sicherheitsschulungen für den Arbeitgeber und die Arbeitnehmer vor Ort oder außerhalb des Unternehmens durchführen, sofern eine Genehmigung vorliegt.

OSHA-Abdeckung

Die OSHA gilt für alle Arbeitnehmer des privaten Sektors in allen 50 US-amerikanischen Bundesstaaten. Beschäftigte in staatlichen und kommunalen Behörden sind nur dann von der OSHA abgedeckt, wenn sie in Staaten arbeiten, die von dieser anerkannte Programme anwenden. Selbstständige und Arbeitnehmer, die von anderen Bundesbehörden wie der Mine Safety and Health Administration geschützt werden, fallen nicht unter die OSHA.

Verantwortlichkeiten des Arbeitgebers auf der Grundlage der OSHA-Normen

In Bezug auf die Einhaltung der OSHA-Vorschriften sind die Arbeitgeber dafür verantwortlich, allen Mitarbeitern ein sicheres Arbeitsumfeld zu bieten. Im Allgemeinen lassen sich die Verantwortlichkeiten der Arbeitgeber dabei in die folgenden 7 Hauptaufgaben unterteilen:

1. Sicherheitsschulungen für Mitarbeiter

Die Arbeitgeber sind einerseits dafür verantwortlich, den Arbeitnehmern die Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln, die für die Ausführung ihrer Aufgaben erforderlich sind. Sowie andererseits deren Sicherheit zu gewährleisten. Bei der Ausbildung und Schulung der Arbeitnehmer zur Einhaltung der OSHA-Normen müssen die Arbeitgeber die Sicherheitsschulungen in einer leicht verständlichen Sprache anbieten.

Sicherheits- und Gesundheitsprogramme sind wichtige Instrumente, die nicht nur die Arbeitnehmer schulen, sondern auch das Bewusstsein und das Verständnis dafür schärfen, wie man Gefahren am Arbeitsplatz erkennt, meldet und kontrolliert. Bei der Durchführung einer wirksamen Sicherheitsschulung müssen bestimmte Maßnahmen beachtet werden.

2. Bereitstellung von Schulungen zur Sensibilisierung für das Sicherheitsprogramm

Schulungen zu den OSHA-Normen sind ein wichtiger Bestandteil von Sicherheits- und Gesundheitsprogrammen, da sie den Arbeitnehmern helfen sollen, sich vor Verletzungen und Krankheiten zu schützen. Die Kenntnis der Struktur, der Pläne und der Verfahren des Programms stellt sicher, dass jeder das Programm entwickeln, umsetzen und verbessern kann. Zu den grundlegenden Schulungsanforderungen der OSHA-Normen gehören unter anderem ein Aktionsplan für Notfälle sowie ein Brandverhütungsplan.

3. Informieren Sie Manager und Vorgesetzte über ihre Rolle im Programm

Arbeitgeber und Führungskräfte sind für die Sicherheit der Arbeitnehmer verantwortlich. Ohne entsprechende Ausbildung und Kenntnisse können Vorgesetzte ihre Mitarbeiter jedoch unwissentlich in Gefahr bringen. Durch Schulungen und eine klare Definition ihrer Rolle im Sicherheitsprogramm wird sichergestellt, dass sie optimal für die Erfüllung ihrer Aufgaben vorbereitet sind.

4. Einweisung der Arbeitnehmer hinsichtlich ihrer spezifischen Aufgaben im Rahmen des Programms für Sicherheit und Gesundheitsschutz

Im Zuge der Weiterentwicklung des Programms können zusätzliche formelle Schulungen erforderlich sein. Diese dienen dazu sicherzustellen, dass alle Mitarbeiter in der Lage sind, die neuesten Sicherheitspraktiken in ihre tägliche Arbeit einzubeziehen.

5. Schulung der Arbeitnehmer in Bezug auf Gefahrenerkennung und -bekämpfung

Um Gefahren wirksam zu beseitigen oder sie zu erkennen, bevor sie sich verschlimmern, müssen Arbeitnehmer diesbezüglich geschult werden.

6. Bereitstellung einer sicheren Arbeitsumgebung

Ein umfassendes Sicherheitsschulungsprogramm kann nicht sehr viel bewirken, wenn der Arbeitsplatz voller Gefahren ist. Aus diesem Grund ist es eine der wichtigsten Pflichten des Arbeitgebers, vermeidbare Gefahren am Arbeitsplatz zu beseitigen.

Die Arbeitgeber sind verpflichtet, die Arbeitnehmer durch Aushang des OSHA-Posters über ihre Rechte und Pflichten zu informieren. Die Arbeitgeber müssen auch Farbcodes, Etiketten oder Schilder verwenden, um die Arbeitnehmer  beim Betreten eines bestimmten Arbeitsbereichs über die entsprechenden Gefahren in diesem zu warnen.

Im Folgenden finden Sie die Farbempfehlungen der OSHA für die Unterrichtung der Arbeitnehmer über potenzielle Gefahren:

  • Gefahr: Wird verwendet, um die Arbeitnehmer auf unmittelbare Risiken oder Gefahren hinzuweisen. Laut OSHA sollten alle Sicherheitssignale rot (oder überwiegend rot) sein, damit sie möglichst gut sichtbar sind.
  • Warnung: Ein orangefarbenes Warnzeichen steht für mäßige Risiken, die nicht als so dringlich angesehen werden wie rote Gefahrenzeichen.
  • Vorsicht: Dieses Zeichen wird bei potenziellen Risiken am Arbeitsplatz verwendet.
  • Biologische Gefährdung: Aufgrund der besonderen Risiken, die biologische Gefahren mit sich bringen, werden sie in eine weitere Kategorie mit fluoreszierender orangefarbener oder orange-roter Farbe eingeteilt.

Die OSHA hat auch Sicherheitskodizes festgelegt, die verwendet werden sollten, wenn physische Gefahren an einem Arbeitsplatz vorhanden sind:

  • Rot: Diese Farbe sollte für feuerbedingte Gefahren verwendet werden. Dies gilt für Bereiche, in denen offene Flammen und/oder brennbare Materialien vorhanden sind, die sich leicht entzünden oder explodieren können.
  • Gelb: Diese Farbe sollte für Gefahren im Zusammenhang mit Stößen, Stürzen, Ausrutschen und Stolpern verwendet werden.

Die OSHA lehnt sich an das Farbcodierungsschema des American National Standards Institute (ANSI) an, um den Arbeitnehmern Anweisungen zur Maximierung der Sicherheit zu geben. Neben den Warnschildern wird zusätzlich die Verwendung der folgenden Farben empfohlen:

  • Grün: Diese Farbe wird in erster Linie verwendet, um Mitarbeiter auf die richtigen Ausgänge hinzuweisen, wenn sie  evakuiert werden müssen.
  • Blau: Blau wird verwendet, um Informationen bereitzustellen, die nicht unbedingt sicherheits- oder gefahrenbezogen sein müssen.
  • Schwarz und Weiß: Diese Farbe wird verwendet, um die Arbeiter auf reguläre Ein- und Ausgänge hinzuweisen. Im Gegensatz zu Grün, das für Notausgänge verwendet wird.

7. Einhaltung der OSHA-Normen

Neben der Bereitstellung angemessener Sicherheitsschulungen und einer sicheren Arbeitsumgebung müssen Arbeitgeber die OSHA-Normen einhalten, um das Risiko von Verletzungen und Todesfällen zu minimieren.

Sie sind dazu verpflichtet, alle arbeitsbedingten Todesfälle oder Unfälle, die zu arbeitsbedingten Krankenhausaufenthalten führen, innerhalb von 8 Stunden zu melden. Außerdem müssen sie ein aktuelles Verzeichnis der arbeitsbedingten Verletzungen und Erkrankungen führen, falls sie 10 oder mehr Beschäftigte haben. Geringfügige Verletzungen, die mit Erster Hilfe behoben werden können, müssen nicht erfasst werden.

Die Arbeitnehmer haben des Weiteren das Recht auf Einsichtnahme in das Protokoll über arbeitsbedingte Verletzungen und Erkrankungen (OSHA-Formular 300), einschließlich der Zusammenfassung der medizinischen Daten der Arbeitnehmer. Für OSHA-Inspektionszwecke müssen die Arbeitsbedingungen regelmäßig überprüft und die Einhaltung der OSHA-Normen sichergestellt werden. Der Name eines bevollmächtigten Arbeitnehmervertreters muss dem OSHA-Beauftragten für die Einhaltung der Vorschriften bei Inspektionen vorgelegt werden.

Bei Nichteinhaltung oder nur teilweiser Einhaltung der Vorschriften sind die Arbeitgeber verpflichtet, OSHA-Hinweise in der Nähe des Bereichs, in dem der Verstoß festgestellt wurde, auszuhängen, bis dieser behoben ist. Sobald die beanstandeten Verstöße behoben sind (innerhalb der von der OSHA gesetzten Frist), muss ein Nachweis über die Beseitigung der Verstöße vorgelegt werden.

Ein Abatement ist die Beseitigung eines sicherheitsrelevanten Verstoßes, der zu einer OSHA-Vorladung geführt hat. Dazu muss bescheinigt oder nachgewiesen werden, dass der vom Compliance-Beauftragten festgestellte Verstoß erfolgreich behoben wurde. Die Arbeitgeber müssen die betroffenen Arbeitnehmer über die vorgenommenen Korrekturen informieren und ihnen außerdem die Möglichkeit geben, die in den an die OSHA übermittelten Dokumenten angegebenen Änderungen zu prüfen und anzupassen. Schließlich sollten die Arbeitgeber alle beweglichen Geräte oder Maschinen mit Schildern versehen, um die Arbeitnehmer auf die Gefahr hinzuweisen (falls zutreffend).

Nach der Einreichung gibt die OSHA etwaige Sanktionen an und verlangt Abhilfepläne und Fortschrittsberichte, um eine wirksame Behebung der festgestellten Verstöße zu gewährleisten.

Arbeitgebern ist es außerdem untersagt, Arbeitnehmer zu diskriminieren, die eine Beschwerde gegen den Arbeitgeber eingereicht haben. Die OSHA verfügt über ein Gesetz zum Schutz von Hinweisgebern (Whistleblower Protection Act ), das dies sicherstellen soll. Im Folgenden sind mögliche Maßnahmen des Arbeitgebers aufgeführt, vor denen Arbeitnehmer nach dem OSHA-Gesetz zum Schutz von Hinweisgebern geschützt sind:

  • Entlassung oder Freistellen,
  • Degradierung,
  • Verweigerung von Überstunden oder Beförderung,
  • Disziplinarmaßnahmen,
  • Verweigerung von Leistungen,
  • Nichteinstellung oder Nicht-Wiedereinstellung,
  • Einschüchterung oder Belästigung,
  • Drohungen aussprechen.
  • Versetzung in eine weniger wünschenswerte Position oder Maßnahmen, die die Aussichten auf eine Beförderung beeinträchtigen (z. B. der Ausschluss eines Mitarbeiters von Fortbildungsveranstaltungen).
  • Kürzung des Gehalts oder der Arbeitszeit.
  • Subtile diskriminierende Handlungen wie Isolierung, Ausgrenzung, Spott oder fälschliche Beschuldigung des Mitarbeiters wegen schlechter Leistungen.
  • Schwarze Listen (absichtliche Beeinträchtigung der Fähigkeit eines Mitarbeiters, eine künftige Beschäftigung zu finden).
  • Konstruktive Entlassung (Kündigung, wenn ein Arbeitgeber die Arbeitsbedingungen für den Arbeitnehmer absichtlich unerträglich macht).

Nachdem ein Arbeitnehmer eine Beschwerde gegen einen Arbeitgeber eingereicht hat, führt die OSHA ein Gespräch mit diesem (oder dem Beschwerdeführer), um den Schweregrad und die Notwendigkeit einer formellen Untersuchung festzustellen. Wenn die Behauptungen des Beschwerdeführers mit Beweisen belegt werden können, kann die OSHA den Arbeitgeber zu angemessenen Wiedergutmachungsmaßnahmen verpflichten.

Rechte und Pflichten der Mitarbeiter basierend auf den OSHA-Richtlinien

Mit der Schaffung der OSHA erhielten die Arbeitnehmer ein staatlich verordnetes Recht auf eine sichere Arbeitsumgebung, in der alle Gefahren beseitigt oder kontrolliert werden. Die Sicherheit am Arbeitsplatz ist jedoch eine gemeinsame Anstrengung. Die Arbeitnehmer müssen ihre Verantwortung kennen und mit ihren Arbeitgebern zusammenarbeiten, um eine Sicherheitskultur zu schaffen, von der beide Seiten profitieren.

Arbeitnehmerrechte

Bei Gefahren am Arbeitsplatz, Verstößen gegen die OSHA-Normen oder gegen das Arbeitsschutzgesetz, besitzen Arbeitnehmer das Recht anonym eine OSHA-Inspektion zu beantragen. Die Arbeitnehmer haben auch das Recht, sich mit der OSHA in Verbindung zu setzen, um die Ergebnisse der beantragten Inspektion zu erfahren. Genauso wie weitere Einzelheiten zur Sicherheit an ihrem Arbeitsplatz, einschließlich angewendete Sicherheitsmaßnahmen und Aufzeichnungen über arbeitsbedingte Unfälle und Krankheiten.

Die Arbeitnehmer können das NIOSH auch bitten, Informationen über die am Arbeitsplatz verwendeten und vorhandenen Stoffe zu prüfen und offenzulegen. Wenn Arbeitnehmer giftigen Stoffen ausgesetzt sind, haben sie das Recht auf Einsicht in die chemischen Unterlagen. Sowie auf Beobachtung der Überwachung und Messung dieser Stoffe. In bestimmten Situationen, in denen ein unmittelbares Risiko oder eine unmittelbare Gefahr besteht, haben sie außerdem das Recht, die weitere Arbeit zu verweigern.

Des Weiteren steht es Ihnen zu über Verstöße gegen die Normen am Arbeitsplatz (minderungsbedingte Bedenken) sowie über Änderungen während der Minderungsfrist informiert zu werden. Die Arbeitnehmer können auch alle von der OSHA an den Arbeitgeber gerichteten Vorladungen anfechten.

Wenn Beschäftigte nachteilige Konsequenzen von Arbeitgebern erfahren, weil sie sich an von der OSHA geschützten Aktivitäten beteiligen, können sie eine Beschwerde bei dieser einreichen.

Verantwortlichkeiten der Mitarbeiter

Auch wenn ein Großteil der Sicherheitslast auf den Arbeitgeber entfällt, sind die Arbeitnehmer nicht gänzlich von der Verantwortung befreit. Es wird natürlich auch von diesen erwartet, dass sie zur Sicherheit am Arbeitsplatz beitragen – und zwar in der folgenden Art und Weise:

  • Alle vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Sicherheitsinformationen zu lesen und zu befolgen, einschließlich der Sicherheitsplakate am eigentlichen Arbeitsplatz.
  • Sich an die in der Sicherheitsschulung erläuterten und demonstrierten sicheren Arbeitsverfahren zu halten.
  • Wachsam zu sein und die Aktualisierungen der Sicherheitsprozesse durch ihren Arbeitgeber und die OSHA zu beachten.
  • Sich in gesundem und stabilem Zustand zur Arbeit zu melden. Und hingegen die Arbeit zu vermeiden, wenn sie unter dem Einfluss von Alkohol und anderen Freizeitdrogen stehen, die ihre kognitiven Funktionen beeinträchtigen können.
  • Dem Arbeitgeber festgestellte Gefahren am Arbeitsplatz und/oder potenzielle Gefahren zu melden, damit diese schnell behoben werden können.
  • Bei Inspektionen am Arbeitsplatz mit den OSHA-Beauftragten zu kooperieren.
  • Sowie die von der OSHA gewährten Rechte verantwortungsbewusst auszuüben.

Die OSHA legt zwar Normen fest, gibt Richtlinien vor und bietet Unternehmen, die ihre Sicherheitsbilanz verbessern wollen, Unterstützung an. Der Schlüssel zur Schaffung eines sicheren Arbeitsplatzes liegt jedoch letztlich in der Zusammenarbeit von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, die sich darüber im Klaren sein müssen, dass Sicherheit am Arbeitsplatz an erster Stelle steht.